Einlagensicherung für Tagesgeldkonten
Das Bankenfiasko der vergangenen Monate hat bei den Anlegern Angst aufkeimen lassen, dass eine Geldanlage mit erheblichen Risiken belastet ist. Viele Sparer suchen daher heute Anlageformen, bei denen ihr Geld relativ sicher angelegt ist, auch wenn es nicht überschwängliche Zinserträge liefert. Dabei gehört aktuell das Sparen von
Tagesgeld
zu den sichersten Geldanlagemöglichkeiten in Deutschland und bietet außerdem noch interessante Zinserträge bei gleichzeitiger Flexibilität. Sparer können auf einem Tagesgeldkonto täglich über ihre Einlagen verfügen und bei Bedarf entsprechend umschichtet, was andere Sparformen nicht möglich machen.
Diese angesprochene Sicherheit ist begründet auf einer so genannten Einlagensicherung, die bei uns in Deutschland das Gesetz vorschreibt. So ist eine Einlagensicherung bei beinahe allen deutschen Banken in ausreichender Höhe vorhanden, da diese Geldinstitute in der Regel eine Mitgliedschaft im Sicherungsfonds ihres Branchenverbandes unterhalten. Somit ist die garantierte Sicherung der Spareinlagen bei Tagesgeldkonten gegeben.
Der Vollständigkeit halber muss erwähnt werden, dass außerhalb dieses Sicherungsfonds lediglich in der Regel eine Einlagesicherung auf dem
Tagesgeldkonto bis zur gesetzlichen Haftungsgrenze, d. h. ab dem 01. Juli 2009 eine Summe von 50 000 Euro und ab dem Jahr 2011 voraussichtlich 100 000 Euro zu 100 Prozent abgesichert sind. Dieser Tatbestand zeigt, dass nun die Anleger von einer Änderung des zugrunde liegenden EU-Gesetzes profitieren können, die seit dem 01.07.2009 in Kraft ist. Es gibt sogar Institute, die eine Einlagensicherung von Tagesgeld in unbegrenzter Höhe bieten.
Es lohnt sich also für den Sparer, vor seiner Geldanlage zu recherchieren und seine Sparform auch im Hinblick auf Sicherheit auszuwählen. Über den Bundesverband deutscher Banken in Berlin erhalten Kunden genauere Auskunft über die Sicherungsgrenzen der verschiedenen Kreditinstitute. Die Banken sind außerdem verpflichtet, den Kunden
bekannt zugeben, welcher Sicherungseinrichtung sie angehören. Daher ist eine entsprechende Kontrolle jederzeit möglich.
Eine Besonderheit im Hinblick auf Sicherheit bieten Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken ihren Kunden an, da diese Kreditinstitute wie Körperschaften der Städte und Gemeinden in vollem Umfang die Guthaben absichern. Sie verweisen auch auf die Stützungsfonds und weiterer Sicherungsreserven bei den Landesbanken und Girozentralen, sodass eine mehrfache Absicherung besteht.
Ausländische Banken sind im Vergleich zu den deutschen Banken nicht so umfassend abgesichert. Doch hiervon bieten manche Länder eine Ausnahme. Dort können Sparer sich zwischen 20 000 Euro und ca. 100 000 Euro ihre gewünschten Kreditsicherheiten aussuchen. Es kann allerdings im Schadensfall problematisch werden, wenn die Abwicklung im Ausland erfolgt. Aus diesem Grund sollte bei der Eröffnung eines Tagesgeldkontos genau darauf geachtet werden, welcher Sicherungseinrichtung die Bank angehört um später keine unliebsame Überraschungen zu erleben.
|